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Konditorei Gradel nach der Eröffnung

Konditorei Gradel nach der Eröffnung

Konditorei Gradel, Café, etwa 1919

Konditorei Gradel, Café, etwa 1919

Konditorei Gradel, 1930er Jahre

Konditorei Gradel, 1930er Jahre

Konditorei Max Gradel

Am 1. März 1919 eröffnete der aus Oberschlesien stammende Konditor und Pfefferküchlermeister Max Gradel eine Konditorei auf der Striesener Straße 27. Sein Markenzeichen war die Kontur eines Baumkuchens. Der Neuanfang gestaltete sich, beeinflusst durch die Inflation, sehr schwer. Mit der Verschickung von Stollen und Baumkuchen in alle Welt konnte die Konditorei sich über die schwere Zeit retten. Innerhalb von fünf Jahren entwickelte sie sich zu einer weit über Dresdens Grenzen bekannten Konditorei. In einem der Zeit entsprechend modernen Tages- und Nachtcafé bot man 100 Personen Platz. 30 Mitarbeiter wurden beschäftigt.

1945 wurde die Konditorei ausgebombt. Geblieben sind nur die Rezepturen und eine von der Dresdner Konditorinnung verliehene Goldmedaille. Max Gradels Sohn, Konditormeister Gerhard Gradel, wagte einen Neubeginn in Tolkewitz. Trotz vieler Widrigkeiten gelang es ihm und seiner Gattin Anni, die Konditorei immer weiter zu entwickeln und diese wieder zu einem Begriff zu machen.

1977 übernahm in dritter Generation der Konditormeister Wolfgang Gradel mit Frau Monika die Konditorei. Nach der Wende bauten sie den kompletten Ladenbereich und nun auch wieder das Café neu aus. Als das Geschäft an seine räumliche Grenzen stieß, wurde ein Seitengebäude entkernt und zur Backstube ausgebaut. Der Ladenbereich wurde vergrößert und das Café in der ehemaligen Backstube untergebracht.

Inzwischen profiliert sich die 4. Generation bei Konditorwettbewerben und unterstützt den elterlichen Betrieb.

Weblink: Homepage der Konditorei Gradel