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Fährgarten im Sommer

Fährgarten im Sommer

Aufräumen nach der Flut 2002

Aufräumen nach der Flut 2002

Eis-Krause

Eis-Krause

Eis-Krause

Eis-Krause

Johannstädter Fährgarten

Schon vor der Jahrhundertwende 1900 befanden sich am Johannstädter Ufer einige kleine Ausflugslokale wie „ Focke’s Strandrestaurant“, „Webers Strandhotel“ und ein auf der Höhe der Schubertstraße befindliches Lokal, das volkstümlich als „Hol-über-Hütte“ bezeichnet wurde.

Im Jahr 1925 gründete ein Schausteller von der Vogelwiese ein kleines Ausflugslokal ungefähr gegenüber der Prießnitzmündung am Elbufer. Es nannte sich „Restaurant und Café Krause“. Stadtbekannt wurde dieses Lokal unter dem Namen „Eis-Krause“. Der Zusatz „Eis“ im Namen bezog sich nicht auf den Verkauf von Speiseeis, sondern auf den Verleih von Schlittschuhen für die benachbarte Eislaufbahn. An den Wochenenden veranstaltete der Besitzer Gartenkonzerte, die unter seinen Gästen sehr beliebt waren. Ältere Johannstädter erinnern sich noch mit Freude an den am Zaun befestigten Apparat, aus dem sie als Kinder für 10 Pfennig ein Ei aus Blech ziehen konnten.

Während des Luftangriffs im Februar 1945 wurden die Wirtschaftsgebäude des Cafés zerstört. Als Gaststätte „Elbfrieden II“ wieder aufgebaut, bewirtete sie bald wieder ihre Gäste.

In dieser Gaststätte trafen sich junge Studenten, die sich der Musik verschrieben hatten. Hier gründeten sie am 13. März 1955 eine Band und gaben von 9.30 bis 14.00 Uhr ihr erstes öffentliches Konzert. Sie unterhielt die anwesenden Gäste mit ihrer dem Jazz und Dixieland nahestehenden Musik. Da die Gründung an der Elbe stattfand, nannten sie sich „Elb Meadow Ramblers“. Die Band nimmt jedes Jahr am Festumzug anlässlich des Dixielandfestivals in Dresden teil.

Nach 1990 hieß die Gaststätte kurzfristig hochtrabend „Elbchateau“. Nach der Übernahme durch Herrn Jens Bauermeister wurde das Lokal saniert und in „Fährgarten Johannstadt“ umbenannt. Eröffnet wurde es am 18. Mai 1996. Heute zählt die Gartenwirtschaft zu den beliebtesten Biergärten Dresdens.

Das immer wieder auftretende Elbhochwasser richtete nicht nur im Jahr 2002 große Schäden an den Wirtschafts- und Sanitärräumen der Freiluftgaststätte an. Im Januar 2011 musste das Wirtschaftsgebäude wegen Hochwassers abgetragen werden. Ende März wurde es mit einem Kran an seinen angestammten Platz zurückgesetzt.

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