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Brunnen

Brunnen "Flugwille des Menschen"

"Güntzpalast" vor der Sanierung

Studentenwohnheim Güntzstraße, Fassade zur Güntzstraße vor der Sanierung

Studentenwohnheim Güntzstraße, Fassade zur Güntzstraße vor der Sanierung

"Güntzpalast" - Studentenwohnheim Güntzstraße

Auf dem Grundstück Güntzstraße 24–28, auf dem früher u.a. das jüdische Henriettenstift stand, wurde in den Jahren 1953 bis 1955 das Studentenwohnheim der Technischen Universität erbaut. Architekt war Wolfgang Rauda mit seinem Kollektiv. Der „Güntzpalast“ ist ein herausragendes Beispiel für den Übergangsstil zwischen Tradition und Moderne in den 1950er Jahren in Dresden. Er zählt zu den Kulturdenkmalen der Stadt.

Architekt Rauda entwarf eine leicht zurückgesetzte Blockrandbebauung zur Güntzstraße, während zur Striesener Straße eine freie Grünfläche mit Brunnen entstand. Der Brunnen mit Max Lachnits Plastik „Flugwille des Menschen“ thematisiert das Streben nach Höherem.

Auf der Südseite des L-förmigen Baus weist die Fassade eine moderne, klare Gliederung mit vertikaler Betonung auf. Die Fenster sind bis zum Boden verglast, was eine maximale Besonnung der Mehrpersonenzimmer ermöglicht. Den Eingang mit dem kleinen Flugdach setzte Architekt Rauda unsymmetrisch nach links. Auf der eher traditionell gestalteten Seite zur Güntzstraße fallen vor allem die Erker und der Eingangsvorbau auf.

Geschmückt werden die Fassaden durch elf Sandsteinreliefs, die auf die Dresdner Geschichte Bezug nehmen. Sie wurden durch Prof. Reinhold Langner angefertigt. Auch in den Treppenhäusern wurden schmückende Reliefs aus der Vogelwelt eingearbeitet. Eine Tafel weist darauf hin, dass der Bauschmuck Langners letztes Werk war.

Seit 1977 war im „Güntzpalast“ der Studentenclub „Güntzclub“ angesiedelt.

2007 wurde das Studentenheim nach längerem Leerstand an einen Investor verkauft und umfassend saniert. Es entstanden 260 Appartements, davon 24 behindertengerecht gebaut. Sie verfügen alle über ein eigenes Bad und Küche.

Quellen und Weblinks