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Von Gläser-Karosserie zur Gläsernen Manufaktur

Bereits ab 1902 begann die Firma Gläser, die ab 1913 auf der Arnoldstraße ansässig war, mit dem Bau von Autokarossen als Einzelanfertigung. Die Phaeton-Karosserie wurde ursprünglich als offener zwei- oder viertüriger Wagen mit einem klappbaren Verdeck konzipiert. Sie hatte keine Windschutzscheibe und bot auch keinen seitlichen Schutz für den Fahrer und einen Beifahrer. In den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts war es die am meisten verbreitete Karosserieform, die noch bis 1945 gebaut wurde.

In der Gläsernen Manufaktur auf dem Strassburger Platz entsteht seit dem 11. Dezember 2001 der Phaeton. Der Oberklassewagen von Volkswagen wird noch von Hand gefertigt. Durch die moderne gläserne Konstruktion des Produktionstraktes kann man bei der Herstellung des Wagens zuschauen. Die Fertigung beschränkt sich auf die Endmontage vorgefertigter Teile, die von Zulieferbetrieben angeliefert werden. Angemerkt soll noch werden, dass die Gläserne Manufaktur nicht nur als Fertigungsstätte genutzt wird, sondern es finden auch Konzerte und andere Veranstaltungen statt.

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